ANTARKTIS – Das eisige Paradies



Mit und von André Schumacher (links) am 3. März 2010 im Perzinasaal der Schweriner Stadtbibliothek.

Die Reise- und Fotoreportage „ANTARKTIS - Das eisige Paradies“ – das Ergebnis einer Antarktis – Expeditionskreuzfahrt an Bord des MV USHUAIA – begann in Ushuaia – Terra del Fuego von der Südküste Feuerlands aus. Mit dem ozeanografischen Forschungsschiff erlebte André Schumacher und damit wir, seine Zuschauer und Zuhörer, das eisige Paradies in Superqualität!

Erstes Ziel der dreimonatigen Expeditionskreuzfahrt war Südgeorgien / South Georgia (GB), das, vorbei an Kap Horn, erreicht wurde. Diese Insel im Südatlantik wurde 1775 von James Cook entdeckt. Sie liegt ca. 1300 km südöstlich der Falklandinseln (GB). Jahrelang war sie das größte Walfangzentrum der Welt. Seit 1965 ist es mit dem Walfang dort vorbei! Heute ist die einzigartige Insel wegen ihrer Naturschönheit insbesondere das Ziel von Ökotouristen. Sie hat keine ständige Bevölkerung und ist biologische Forschungsstation. Die Tier – und Vogelwelt: Pinguine, Robben, Seelöwen und See-Elefanten in ihrer Natürlichkeit, lassen vergessen, dass hier einmal Wale massenhaft geschlachtet und verwertet wurden!

Zweites Ziel der Expeditionskreuzfahrt mit der MV USHUAIA waren die South Shetland Islands im Südpolarmeer. Diese Ziel wurde in weiterer langer Seefahrt über das unendlich schöne Südpolarmeer bei zum Teil sehr stürmischer Seefahrt erreicht.

Die Antarktis ist der fünftgrößte, zugleich der kälteste und unwirtlichste Kontinent. Sie ist von einer bis zu 4000 m mächtigen Inlandeismasse überzogen und von den anderen Kontinenten durch den Atlantischen, Indischen und Pazifischen Ozean getrennt. Die Antarktis hat mit ca. 2300 m die größte Durchschnittshöhe aller Kontinente. Sie bindet mit ihrer wunderschönen Eismasse ca 90% der Süßwasservorräte der Erde. Dennoch ist sie durch die niedrigen Temperaturen der trockenste Kontinent.
André Schumacher stellte gekonnt in einzigartigen Fotos und informativem Vortrag das Leben im und am Eismeer dar. Robben, Walarten, Seelöwen, Kaiserpinguine, in Gruppen und in Kolonien, und die wunderbare Vogelwelt: Möwen, Sturmvögel und Albatrosse – einzeln oder vereint, waren Motive seiner Bilder.

André Schumacher stellte ebenso den Wettkampf um die Entdeckung der unbekannten Antarktis dar – u. a. den dramatischen Wettlauf von 1910 bis 1912 zwischen dem Briten Robert Scott und dem Norweger Roald Amundsen.
Heute sind in der Antarktis etwa 800 Forscher in Stationen verschiedener Länder tätig. Die beteiligten Länder stellten wegen der zu erwartenden Bodenschätze Gebietsansprüche, aber mit dem bestehenden Antarktisvertrag von 1959, verlängert im Jahr 1991, wurden diese zunächst bis 2041 zurück gestellt.

Mit seinen eindrucksvollen Fotos und seinem gekonnten Vortrag stellte uns André Schumacher eine traumhafte Landschaft am Ende der Welt vor. Ein Ort der Extreme, unvorstellbarer Weite, Einsamkeit und wilder Ursprünglichkeit.

Vielen Dank.
Konrad Wille

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