"Crossover Beethoven" - das Marcus Schinkel Trio



Das  Marcus Schinkel Trio spielte am Donnerstag dem 10. Juli 2014 im Schweriner Klangwert. Zum Thema: "Crossover Beethoven" - wurden Kompositionen von Ludwig van Beethoven jazzähnlich interpretiert. 
Das Trio, Marcus Schinkel am Piano, Bas Rietmeijer am Bass, Wim de Vries am Schlagzeug  - jeder ein Meister seines Instruments, gestaltete den Jazzabend, verstärkt durch den Saxophonisten Andreas Pasternack als Spezialgast des Abends. 
Marcus Schinkel gründete dieses Trio bereits während seiner Studienzeit. Er studierte Jazzklavier von 1988 bis 1993 am Conservatorium voor de Kunsten in Arnhem in den Niederlanden. Weltweit hat Marcus Schinkel zu den verschiedensten Anlässen musiziert und ist an verschieden Einrichtungen aufgetreten. 

Das Jazzkonzert - im Klassikjazz -  war eine Hommage der drei Superstars an den großen Ludwig van Beethoven. Marcus Schinkel moderierte gekonnt den Abend und würdigte den großen Niederländer Beethoven u. a. mit vielen kleinen äußerst interessanten Einzelheiten aus dessen musikalischer Schaffenszeit.
Vom Marcus Schinkel - Trio ertönten im ganz tollen Jazzrythmus Interpretationen nach Beethoven: Die Sinfonie Nr. 5, Das Klavierstück "Für Elise" (von Jams Last verjazzt), " Die Ode an die Freude" (Song of You, aus der Sinfonie Nr. 9, "Das Rondo in F" (verswingt), "Für die Liebe" (Universalmusik), das Rondo "Wut über den verlorenen Groschen", die Pastorale "Ankunft auf dem Lande" und eine Interpretation  eines Titels von Beethoven in Anlehnung an Frank Senatra (Popularmusik). 


Dann wurde gemeinsam mit Andreas Pasternack zur Fünften Sinfonie und zur Ode an die Freude gejazzt. Mit modernen Titeln u. a. Road 66 entstand schließlich eine wunderbare Jam - Session-Stimmung . Die vier Solisten spielten voller Einsatz einen Jazz, der das Klangwert nahezu im Rythmus mitswingen ließ!  Dem Jazz - Publikum gefiel dieser Sound offensichtlich!

Marcus Schinkel merkte während seiner kurzweiligen Moderation an, dass er bei seinen internationalen Touren u. a. in Nordamerika bei Jazz - Musikerkollegen am Beispiel aktueller Popmusik das Verjazzen erlebte. Schließlich kam er zu dem Entschluss, dass man das mit Beethovens Musik durchaus auch machen könne. Schließlich, so Marcus Schinkel, ist auch gute Musik nie fertig, sie kann, sollte, müsste durchaus weiter entwickelt werden. Ähnlich wie der Jazz überhaupt! 
Als er im Sommer 2013 als Musiker auf dem Schweriner Alten Garten bei der Theateraufführung der Fledermaus (Joh. Strauß) kurzzeitig tätig war, erlebte er im Restaurant Wallenstein Andreas Pasternack bei einer Jam - Session. Das war für ihn Anlass diesen zu einem gemeinsamen Jazzkonzert zu bitten, zu diesem hier im Klangwert. 

Das Jazzkonzert "Crossover Beethoven"  war ganz kurzzeitig gewöhnungs-bedürftig. Die rythmische Intensität, das jazzmusikalische Können der Solisten und, spätestens mit dem Auftreten Andreas Pasternacks, die erkennbare Freude am eigenen Spiel, machten den Jazz des Abends zu einem besonderen Erlebnis. Das Jazzpublikum dankte  immer wieder mit seinem Beifall. 

Ein großes Dankeschön erneut an den Veranstalter Jürgen Groth, der an diesem Abend auch noch Geburtstag hatte! Und hier sind einige Fotoeindrücke des Abends zu sehen.

Konrad Wille

PS: Am am 19.02.2015 spielt um 20:00 Uhr das Duo Pasternack im Klangwert.

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